Bewertungen
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★★★★★ Herrlicher Grusel-Spaß!
Rezension aus Deutschland vom 15. November 2025
Kenner weisen daraufhin, dass der zweite Band einer Buchreihe erfahrungsgemäß der schwerste sein werde. Anders bei der DINGSI-Rasselbande um die pfiffige Antonia, ihre reizenden Tiere und ihre drei Freunde aus der "Geisterwelt"! Nach der Lösung der schwierigen detektivischen Aufgabe im ersten Band (und der Wiederbeschaffung des verschollenen Goethe-Elefanten) geht es jetzt erst richtig los – die Mitbürger in der Kasseler Heimat der Hauptfiguren scheinen nicht mehr ganz dicht im Kopf zu sein, das Wahrzeichen der Stadt, der berühmte Herkules, verschwindet von seinem angestammten Platz. Die kindliche/jugendliche/tierische Ermittler-Truppe findet eine heiße Spur; und diese führt ins benachbarte Göttingen zum nicht minder bekannten Gänseliesel. Prompt überschlagen sich die Ereignisse – und die Helden werden in jeder Hinsicht gefordert!
Wieder macht es riesigen Spaß (für die angepeilte junge Leserschaft wie auch uns möglicherweise vorlesendem Altvolk), den DINGSI-Protagonisten auf ihren intelligenten, rasanten und oft urkomischen Wegen zwischen Geschichte und Gegenwart, zwischen Realität und Geisterwelt zu folgen. Dazu tragen nicht zuletzt die wunderhübschen Illustrationen von Oliver Gerke bei, und natürlich die feingesponnenen Fantasiewelten der beiden Autoren! (Achja, wieder leuchtet der Buchumschlag in gespenstischem Licht, es gibt nebenbei Spiele und Rätsel, und eine weiterführende Website hat man sich nach dem überraschenden Erfolg von Band I auch gegönnt...)
Wann kommt Band III?
W. Fahrenberg
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Rezension zur Lesung am 24. Oktober 2025 in Fuldatal
Es war wirklich eine rundum gelungene Veranstaltung und die Atmosphäre richtig angenehm. Wie toll die Kinder zugehört und mitgemacht haben, hat mich auch begeistert. Es gibt sie also noch, die Kinder, die gern lesen oder vorgelesen bekommen. Ihr habt das auch sehr schön anschaulich gemacht!
Nun bin ganz gespannt auf Band 2! Auch wenn ich kein Kind mehr bin, finde ich die Geschichte richtig klasse und die Verknüpfung mit den Orten in Kassel, sowie die Vermittlung von Wissen – so ganz nebenbei – richtig gut gemacht. Der Name der örtlichen Zeitung ist übrigens der Knaller! :-)
Ich freue mich für dich liebe Nicola und deine beiden Kollegen, dass euer Projekt so gut ankommt und wünsche weiterhin viel Erfolg!
Etwas, was ich ganz besonders schön finde, ist euer Engagement für die kleinen Riesen. Ich kannte dieses wunderbare Palliativ Team vorher gar nicht und finde, dass deren Arbeit ganz viel Bekanntheit und Unterstützung verdient hat.
Esther Schade
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★★★★★ Ein spannendes Buch ... nicht nur für Kids
Rezension aus Deutschland vom 25. Dezember 2024
DINGS und der verschwundene Goethe-Elefant zieht die Kinder sofort an und sie lauschen mucksmäuschenstill der spannenden Geschichte um Antonia und ihre Freunde. Selbst die jüngeren, die das Buch noch nicht komplett selbst lesen können, sind beim Vorlesen ganz fasziniert. Toll ist, dass die Geschichte in unserer Region spielt und die Kinder einiges hieraus wieder erkennen können. Dass tolle nachtleuchtende Cover und die wunderschönen Illustrationen von Oliver Gerke machen es perfekt ... eine absolute Kaufempfehlung. Wir freuen uns schon auf den nächsten Band. Macht weiter so!
Pünktchen und Stoff
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★★★★★ RICHTIG TOLLES Kinderbuch - Mega !!!
Bewertet in Deutschland am 17. November 2024
Ein richtig tolles Kinder / Familienbuch. Bereits beim Lesen der ersten Seiten wird man in seinem Bann "gezogen"! Unbedingt selber lesen – kann ich nur weiterempfehlen.
Anke Buschbaum
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★★★★★ Be-GEIST-ernd!
Rezension aus Deutschland vom 29. Oktober 2024
Ab einem gewissen Alter liest man nicht mehr unbedingt "Kinderbücher" -wenn man dann aber familiären Besuch von zwei Halbhohen aus der Vorlese- und Selbstlese-Kategorie bekommt, einen Teil des Autorenteams sogar persönlich kennt, helfen keine Ausreden mehr. Wenn das Glück hinzukommt, kann man angelegentlich auf ein Lachsbrötchen von Jugendbuch wie "DINGS!" stoßen, bei dem sich zweieinhalb Generationen um die Erstlesungsrechte kloppen...
Der erste (äußere) Eindruck : Der ausführende Verlag hat offensichtlich freudig mitgespielt; Bindung und Verarbeitung sind vom Feinsten, und es gibt allerlei kinderverzückenden Schnickschnack optischer Art, wie ganz besonders das mit Leuchtlack versehene Cover, das im Dunkeln angenehm gruselig irrlichtert. Womit wir schon beim Illustrator Oliver Gerke wären, der die Ideen der Textautoren kongenial und herzbetont umgesetzt hat. Gerke, ehemals Comic-Zeichner zum Beispiel für YPS, widersteht erfolgreich der Versuchung, sich in modernistischem Gekrakel zu suhlen - er erzählt textnah die Story mit, und charakterisiert die Figuren ebenso detailreich gutgelaunt wie hintergündig. Atmospärisch erinnert mich das ein wenig an die MECKI-Märchenbücher eines Wilhelm Petersen, allerdings frischer und "zeitgemäß". Allemal sind Gerkes Zeichnungen herrlich "old school" - und damit auf der selben Ebene wie der eigentliche Text.
Und der ist tatsächlich prall voller feiner Ideen, locker aus dem Erzähler-Ärmel geschüttelt (nicht gerührt!); die linear erzählte Geschichte der zehnjährigen Antonia, die sich mit ihren haustierlichen Freunden und den Unterstützern aus dem "Geisterreich" des Hauses nebenan über ein museal verortetes Geheimnis (das Kasseler Naturkundemuseum OTTONEUM wird sich über diese hochgelungene Zusatzwerbung sicher sehr freuen) hermacht und es in bester Sherlock-Manier schließlich löst, macht schlicht uneingeschränkten Spass ! Dabei vermeiden die Autoren Nicola Schroth und Andreas Zier weitgehend die sonst unvermeidlichen und gewiss gutgemeinten Anbiederungen an den Zeitgeist im Sinne von queeren und homoerotischen Verweisen (die ich zugegebenerweise in vielen vergleichbaren Werken als aufgepfropft und oft wenig passend empfinde); sie bleiben bei den typischen Elementen kindlicher Weltsicht wie Offenheit gegenüber Allem und spielerischer Neugier. Dazu kommt kräftig Komik/Humor in Wort und Situation - auch wir Vorlesenden haben einiges zu Grinsen (wie die Beiträge des örtlichen Käseblatts "Freie Und Regionale Zeitung"). Wirklich "old school" im besten Sinne ist es, das Gewicht der ganzen Erzählung auf "alte Werte" wie Bildung, Geschichtsbewußtsein und Toleranz zu legen und dies so flockig locker einzubauen und rüberzubringen, dass nicht im Entferntesten ein mahnender Oberlehrer-Zeigefinger zu entdecken ist.
(Wie vom Autoren-Team zu hören, ist der zweite Fall für die "Detektei DINGS" schon in trockenen Tüchern, und wird sich u.a. mit einem bis heute noch nicht wirklich verstandenen deutschen Geistesheroen und Erfinder des modernen Witzes beschäftigen.) Ganz nebenbei : dass die Autoren einen Teil der Bucheinnahmen an die "Kleinen Riesen ordhessen" (Kinderpalliativversorgung) spenden, passt wunderbar auch zu Antonias Mit-Abenteurern aus dem Schattenreich...
DINGS! ist eine echte Überraschung in der Kinderbuchlandschaft - ein Riesenspass und ein evokativer Genuss !
W. Fahrenberg
